DLRG-Einheiten im Hochwasser-Einsatz

Bootstrupps aus Blaibach, Furth i. Wald und Rötz mehrere Tage im Einsatz - 06.06.2013

Bereits am Sonntag-Mittag wurden die DLRG-Einheiten der Oberpfalz in Voralarm gesetzt. Anfangs hieß es, der K-Wasserrettungszug der DLRG Oberpfalz müsse in Rosenheim Hilfe leisten. Kurz darauf kam der Einsatzbefehl sich unverzüglich nach Neustadt a. d. Donau zu begeben, dort drohe ein Damm zu brechen. Innerhalb einer Stunde wurden 7 DLRG-Bootstrupps, darunter zwei Bootstrupps aus Blaibach, einer aus Furth im Wald und ein Bootstrupp aus Rötz, nach Regensburg beordert. In Regensburg angekommen formierte sich der K-Wasserrettungszug der DLRG Oberpfalz und wurde nach Abensberg, Nähe Neustadt a.d. Donau verlegt. Dort angekommen wurde man umgehend zur Deichsicherung herangezogen, um die Arbeiten der Feuerwehr und des THW abzusichern, die sich um den Erhalt des Deiches bemühten. Wäre der Deich gebrochen, hätten die DLRG-Bootstrupps knapp 200 Haushalte in Neustadt a.d. Donau evakuieren müssen. Glücklicherweise konnte der Deich, durch kontrolliertes Fluten der angrenzenden Wiesen und Felder gehalten werden, so dass sich die Lage in Neustadt und Umgebung langsam stabilisierte. Die DLRG-Einheiten übernahmen die erste Deichwache bis in die frühen Abendstunden. Nach einer Lagebesprechung mit der örtlichen Einsatzleitung, wurde der Deich für sicher erklärt und der K-Wasserrettungszug DLRG Oberpfalz 1 rückte wieder in Richtung Regensburg ab. Dort wurden die Bootstrupps bereits erwartet, da im Bereich der Werftstraße mit Überflutung der Hochwasserschutzwände gerechnet wurde. Nach dem Eintreffen in Regensburg wurde man in die neue Lage unverzüglich eingewiesen, daraufhin wurden jeweils zwei Bootstrupps zur Absicherung, bzw. Evakuierung des ganzen Bereiches eingesetzt. In den frühen Morgenstunden standen die Strömungsretter der DLRG bereits knietief im Überflutungsbereich – nur zwei Stunden später wurden die Schutzwände durch das Hochwasser weggespült. Die Bootstrupps und Strömungsretter unterstützten die Anwohner beim Räumen der Häuser, richteten einen „Fahrdienst“ zu den überschwemmten Häusern ein und evakuierten die Anwohner, die bis zuletzt gehofft hatten, dass die Schutzwände standhalten würden. Die Wasserrettungseinheiten aus Blaibach, Furth im Wald und Rötz waren bis Mittwoch-Abend abwechselnd im Einsatz und unterstützten die Kameraden aus Regensburg bei sämtlichen Einsätzen und Arbeitsdiensten. Bemerkenswert war der Zusammenhalt und die Hilfe aus der Bevölkerung, die sich nicht nur gegenseitig zur Seite standen, sondern auch zum Freiwilligendienst in die Einsatzzentrale der DLRG Regensburg kamen, um die erschöpften Einsatzkräfte mit Kaffee, Kuchen und warmen Mahlzeiten zu versorgen.