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Blaibacher in der Lübecker Bucht

Wachdienst an der Ostseeküste 2020

Rettungsschwimmer beweisen ihr Können im Norden

Pünktlich um 10 Uhr morgens meldeten sich die Rettungsschwimmer, Wasserretter, Sanitäter, Bootsführer und auch Wachleiter einsatzbereit für den Wasserrettungsdienst an der Wachdienst an der Ostseeküste in der Lübecker Bucht, um in Not geratenen Menschen zu helfen. Mitunter auch zum ersten Mal acht junge Rettungsschwimmer im Alter von 16 bis 21 Jahren der DLRG Blaibach, die das zuvor über Jahre hinweg beim wöchentlichen Schwimmtraining und bei Einsatzübungen antrainierte Wissen unter Beweis stellen konnten.

Unterbesetzung am Strand

Der Umgang mit sämtlichen Rettungsmitteln wie Gurtretter, Rettungsbrett, Rettungskajak oder auch ein einfaches Stand-Up-Paddels war den Blaibacher Rettungsschwimmern bekannt. Die Schwimmer wussten nicht nur über die Rettungstheorie Bescheid, auch die Bedienung des Funkgerätes sowie die Leitung von Erste-Hilfe-Einsätzen wurde beim ehrenamtlichen Wachdienst in Scharbeutz - Lübecker Bucht - souverän unter Beweis gestellt. Verteilt auf insgesamt 14 Wachtürmen ist Scharbeutz - anliegend neben dem bekannten Timmendorfer Strand - eine der größten Wachstationen Deutschlands. Neben den über 11,5 Kilomete überwachten Küstenabschnitt, leisteten die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer bei der angrenzenden Naturbadeanstalt Klingberg und beim Badesee in Offendorf Wachdienst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den erst kürzlich wieder verhängten Quarantäne-Vorkehrungen nach Aufenthalt in einem Risikogebiet, von der auch die Scharbeutzer Rettungsschwimmer nicht verschont blieben, war eine Unterbesetzung der Wachstärke deutliche zu erkennen.

Gleich gefordert

Anstatt - wie geplant - gleich nach der Ankunft eine Besichtigungstour der Lübecker Bucht vorzunehmen, mussten die Rettungsschwimmer nach neunstündiger Fahrt sofort nach Anreise um 13 Uhr den Wachdienst an den Timmendorfer Wachtürmen antreten, um dann am Abend nach Scharbeutz verlegt zu werden. Gleich am ersten Wachtag mussten die DLRGler Konzentration und Einsatzbereitschaft vorzeigen, denn die ersten - auch größeren - Einsätze ließen bei bestem Wetter und sehr gut besuchtem Strandbad nicht lange auf sich warten. Neben den Wachdienst, der zuvor auch im Freibad Grafenwiesen unter einfacheren Bedingungen kennengelernt wurde, waren die Blaibacher auch auf den insgesamt sechs vorhandene "IRBs" (Inflatable Rescue Boat) als Bootsgast im Einsatz. Mit den Booten wurde fast täglich eine Übung absolviert, wobei die Aufnahme einer Person auf das Rettungsschlauchboot geübt wurde. Neben den Rettungsbooten verfügt die Wachstation Scharbeutz auch über sogenannte "ATV-quads", wodurch des den Sanitätern möglich ist, auch bei kilometerlangen Strandabschnitten schnell am Patienten zu sein. Der Wachdienst dauerte bei gutem Wetter täglich von 10 bis 18 Uhr an.

Danach hatten die jungen Rettungsschwimmer Zeit, sich bei gemütlichem Zusammensitzen - unter Einhaltung der Corona-Bedingungen - mit den anderen angereisten Ehrenamtlichen zu unterhalten und Erfahrung auszutauschen. Das überwiegend schöne Wetter wurde auch bei abendlichen Strandbesuchen ausgenutzt. Um für weitere Saisonen an der Ost- und Nordsee noch besser aufgestellt zu sein, streben die Rettungsschwimmer demnächst die Ausbildung zum Wasserretter, Sanitäter und auch zum Bootsführer an, um nicht nur besser für den kommenden Wachdienst an der Küste aufgestellt zu sein, sondern auch um den Ortsverein selbst bei Einsätzen unterstützen zu können.

Strandwacht Ostsee 2005

 

Zwei Wochen "Baywatch-Feeling" an der Ostsee: Blaibacher Rettungsschimmer leisteten Wasserrettungsdienst an der Hohwachter Bucht

Neun Mitglieder der DLRG OV Blaibach leisteten vom 13. bis zum 26. August 2005 Wachdienst an der Ostseeküste in Hohwacht. Die Rettungsschwimmer waren zwei Wochen für einen 3 Kilometer langen Strandabschnitt an der Hohwachter Bucht in der Nähe von Kiel zuständig. Die Aufgaben im Wasserrettungsdienst sind vielfältig und umfangreich. Neben dem grundlegenden Basiswissen der Rettungsschwimmerausbildung erwirbt ein Wasserretter in einer speziellen Fachausbildung umfassendes Wissen und Können für die Aufgabenstellungen im Falle eines Einsatzes.

So wurden die Rettungsschwimmer Theresa Eckl, Philipp P., Michael Engl, Stefan Höpfl, Matthias Knobloch, Robert Höpfl und Simone Brunner vom Ausbilder Holger Knobloch vorbereitet. Eine erfolgreiche Wasserrettung kann aber nur im Team funktionieren. Rettungsschwimmer, Bootsführer, Wach- und Einsatzleiter als Führungskräfte müssen entsprechend ihren Aufgaben und Fähigkeiten Hand in Hand arbeiten.

Als Wachleiter fungierte Alex Knobloch, Bootsführer war Holger Knobloch. Für einen geordneten Dienstablauf waren jeden Tag einige Punkte zu beachten, wie beispielsweise eine Dienstbesprechung vor Dienstbeginn mit dem gesamten Personal, Einteilung der Rettungsschwimmer auf die drei verschiedenen Wachtürme bzw. das Boot, Kontrolle des zur Verfügung stehenden Rettungs- und Einsatzmaterials.

Die Aufgaben eine Rettungsschimmers sind unter anderem die Unfallprävention durch Aufklärung und Beratung der Badegäste, Hilfeleistung bei Notfällen im und am Wasser, Betreuung von Verletzten und hilfsbedürftigen Personen, ständig für alle Badegäste mit ihren Fragen beratend zur Verfügung zu stehen.

Mastbruch an Katamaran

Nach einer zehnstündigen Fahrt von Freitag auf Samstag erreichte die neue Wachmannschaft am Samstagmorgen den Kurort Hohwacht. Bei sehr guten Wetterverhältnissen erfolgte am Anreisetag die Übergabe des Wachdienstes und das "Einleben" in ihr Quartier, eine Wohnung oberhalb der Kurverwaltung. Während den ersten Stunden Dienst wurden die Retter mit ihrem ersten Einsatz, Mastbruch eines Katamaran, konfrontiert. Da das DLRG Boot an diesem Tag nicht einsatzbereit war, wurde die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger) alamiert, die das beschädigte Boot dann zurück zum Hafen schleppte.

Am dritten Tag war der Strand sehr gut besucht, dies hieß voller Einsatz für die DLRGler. Eine Schnittverletzung am Fuß durch eine Glasscherbe war zu versorgen. Mehrere Urlauber kamen mit Feuerquallen in Berührung. Gefährlich wird dies, wenn der Badegast auf das Quallengift allergisch reagiert und in einen anaphylaktischen Schock fällt, dies war jedoch nicht der Fall. An den nächsten Tagen fand ein Beach-Vollyballturnier der Bundeswehr Lütjenburg direkt vor der Hauptwache statt. Zudem wurde ein Kindertag unter anderem mit Besuch eines Zauberers veranstaltet. Den Abend verbrachten die neun Rettungsschwimmer mit Volleyball spielen direkt am Meer und ließen es sich nicht nehmen, bei den angenehmen Temperaturen ins Wasser zu springen. Am Mittwoch trafen die Blaibacher DLRGler Kollegen von der Wasserwacht Tegernsee. Nach Dienstende besuchten sie die Wasserwachtler im Nachbarort, die ein Grillfest am Lagerfeuer vorbereitet hatten.

Kenternde Boote

Nach einer langen Nacht hatten die Rettungsschwimmer am nächsten Tag wieder einiges zu tun. Ein kleiner Junge schlug sich das Kinn auf und bei einer "steifen Brise" kenterten im Laufe des Tages mehrere Katamarane, die auf Hilfe beim Aufrichten des Bootes angewiesen waren. Kurz vor Dienstschluss wurde ein herrenloser Hund an der Hauptwache abgegeben, den die DLRGler an die Polizei weitergeben mussten. Der Besitzer meldete sich glücklicherweise am nächsten Tag.

Dreharbeiten am Wachturm

Ein weiterer Höhpunkt fand am Wachturm drei statt. Mehrere Tage drehte die ARD am Strand eine Komödie (Toll Pension), die im nächsten Jahr im Fernsehen laufen soll. Da sich der Drehort direkt vor einem Wachturm befand, hatten die dort eingesetzten Wachgänger interessante Einblicke in die Film- und Fernsehwelt. Am Freitag kam zum Wachturm ein Junge mit einer Bisswunde am Kopf, die ihm ein Hund zugefügt hatte. Die Wunde musste von einem Arzt weiterbehandelt werden. Ein weiteres Kind trat sich einen Holzsplitter ein, den man ohne große Probleme entfernen konnte. Ebenfalls kamen wieder Gäste mit Quallen in Berührung. Abends besuchte die Mannschaft eine Disco in Lütjenburg, in der sie durch den Besitzer , einem gebürtigem Bayer, mit großer Freude begrüßte wurde. Am folgenden Tag mussten die Blaibacher eine Schnittwunde am Finger eines Bluters versorgen und eine Wunde am Fuß verbinden. Einen etwas größeren Einsatz hatten am Sonntag die zwei Rettungsschwimmer am Turm drei. Ein älterer Herr hatte eine Kreislaufschwäche und musste mit dem RTW und Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Mädchen kam im Gesicht mit einer Qualle in Berührung und klagte über große Schmerzen. Am Abend besichtigten die DLRGler die Berufsfeuerwehr Kiel und anschließend ein Festival am Hafen.

Quallen-Wunden

Am ersten Tag der zweiten Woche kenterte wieder ein Katamaran im Einsatzgebiet. Die Schwierigkeit bei diesem Einsatz war, dass sich der Katamaran mit dem Mast nach unten gedreht hatte. Mit viel Kraft und Geschicklichkeit gelang es der Bootsbesatzung, den durchgekenterten Katamaran wieder aufzustellen. Es wurden Brandwunden versorgt und die ein oder andere Wunde versorgt. Bei einem Besuch der "Ostseetherme" am Timmendorfer Strand konnten die Wachgänger aus Bayern in der großen Saunalandschaft oder Whirlpool ausspannen. Da das Wetter am letzten Tag nicht so recht mitspielte, konnte die Wache früher geschlossen werden. In den zwei Wochen Wachdienst an der Ostseeküste wurden insgesamt 1050 Wachstunden von der DLRG Blaibach abgeleistet. In den frühen Morgenstunden des Samstages kamen die Blaibacher wieder wohlbehalten in der Heimat an.

Hochsaison für den Küsten-Rettungsdienst

Die Zuteilung des Einsatzortes erfolgt von der Zentralen Einsatzleitung der DLRG Schleswig-Holstein, bei der man sich schriftlich bewerben muss. Voraussetzungen zur Teilnahme am zentralen Wasserrettungsdienst sind unter anderem: Mitgliedschaft bei einer DLRG-Gruppe, Mindestalter 16 Jahre, Inhaber des Rettungsschimmerabzeichens in Silber, Ausbildung in Erste Hilfe. Pro Wachsaison (15 Mai. bis 15. September) leisten etwa 1800 Wachgänger aus ganz Deutschland etwa 278.000 Wachstunden an den Küsten Schleswig-Holsteins. Ungefähr hundert DLRGler aus dem Landesverband Bayern leisten in den Sommermonaten Dienst am Wasser. Der Großteil der Wachgänger kommt aus Nordrhein-Westfalen. Pro Saison werden etwa 100 Menschen aus der direkten Gefahr des Ertrinkens gerettet. Seit der Einführung des Zentralen Wasserrettungsdienstes vor 30 Jahren leisteten 61705 Rettungsschwimmer Dienst an der Küste und brachten es auf eine beachtliche Zahl von Wachstunden, nämlich 8.500.000. In diesem Zeitraum wurde 6350 Schwimmer vor dem Ertrinken gerettet.

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